Rückblick: Offene Nordstadtateliers 2019

Rückblick: Offene Nordstadtateliers 2019

Mehr als eine Woche nach den Offenen Nordstadtateliers 2019, an denen ich erstmalig teilnahm, und 2 Jahre nach dem Wiedereinstieg in das Schaffen, schließt sich ein Kreis, der hoffentlich aber wahrscheinlich der Anfang neuer Wege ist.

2017 war ich Besucher auf den Offenen Nordstadtateliers. Eigentlich wollte ich gar nicht, bin aber aus leichter Neugier und meiner Frau zu liebe mit in das Depot (ganz in unserer Nähe) gegangen. Nach kurzer Zeit war ich Feuer und Flamme, alle die Kunstschaffenden im Depot entfachten meine Lust auf Kunst nach fast 20 Jahren Pause. In den folgenden 2 Jahren schuf ich einiges an künstlerischem Output und genau 2 Jahre später nahm ich am 28.9. und 29.09.2019 selber an den Offenen Nordstadtateliers 2019 teil.

Allein schon, dass ich mich getraut habe, mich und mein kleines Wohnatelier in Szene zu setzen, ist ein voller Erfolg für mich. Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben meinen bekannten und bis dahin unbekannten Gästen eine schöne Zeit bei mir zu bescheren. Ich habe mich Schnieke gemacht, habe die Butze ausgiebig geputzt (zumindest im offenen Bereich sah es top aus!), für reichlich Snacks und Drinks gesorgt und ein wenig eigene Kunst gabe es überdies auch. Alles in Kooperation mit meinem Schnuck.

Der Samstag lief sehr mau an, zumindest von den öffentlichen Besucherzahlen her. Es kamen insgesamt 5 mir unbekannte Gäste. War ich bei den ersten beiden noch sehr aufgeregt und unbeholfen, ging es bei der sehr netten 3er Damengruppe schon deutlich besser. Fragten die Ersten mich noch, ob dies denn wirklich ein Atelier sei, was ich mit Bezugnahme auf die Situation der überwiegenden Mehrheit an zu Lebzeiten armen Künstlern problemlos bejahen konnte (welcher Künstler konnte sich schon zusätzliche Räume außerhalb der eigenen Wohnung leisten), war mir die zweite Besuchergruppe des Samstags schon freundlicher gesonnen und unterhielt sich mit mir auch über meine Werke und nahm sich den ein oder anderen Käsespieß. 

Die überwiegende Besucherschaft setzte sich aus mir bekannten Menschen zusammen, was meine Freude über annähernd 40 Besucher an dem Wochenende nicht schmälert. Ich bin sehr froh darüber, dass ich so nette, aufgeschlossene und interessierte Freunde und Bekannte habe.

Am Sonntag kamen (für einen gänzlich unbekannten Künstler) immerhin 12 unbekannte Besucher in mein Wohnatelier. Und zwar in vier Wellen: Eine neuner(?) Gruppe, die mir sehr viel Freude bereitete und drei einzelne sehr nette Damen, mit denen ich mich größtenteils sehr angeregt unterhalten habe: über Origami mit einer Pädagogin (ich habe selbst etwas Origami ausgestellt), über den Bezug zu Schmuck des Ateliers Sauperlen (“Vom Namen her dachte ich jetzt, es gäbe hier Schmuck”) und mit einer Nachbarin von schräg gegenüber, die selber künstelt, “aber nur für sich” und eine größere Wohnung mit einem Atelierzimmer sucht.

Das externe Highlight des Wochenendes, wenn ich das so bewerten darf, war aber die neuner Gruppe. Ich könnte schwören, meine Bekannten haben Geld zusammen geworfen und diese “Schauspielergruppe” bezahlt, um mich zu feiern. 😉

Die Neun waren mir und meiner Kunst so positiv zugetan, ich fühlte mich von Ihnen schon fast gefeiert. Es kamen von fast allen sehr viele Fragen und Aussagen, die sich in meinen Ohren und meinem Herzen so wohlig anhörten wie bestellt. Es wurde nach Techniken gefragt, nach Motivideen und -planungen, nach meiner Geschichte als Künstler und einiges mehr. Sie waren eine echte Abrundung dieses Wochenendes.

Zu allem Überfluss habe ich sogar noch Bilder von mir verkauft und einen Folgeauftrag erhalten.

Aber mein größter Dank gilt abschließend meiner Frau, meinen Freunden und Bekannten, vor allem Ilona; Florian, der mich fast die ganze Zeit unterstützte; Steff und Björn, die Käsehäppchen nachmachten und Sebastian (13ok.de), der die Fotos schoss.

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