Hundekekse, part 1

Hundekekse, part 1

Wir haben schon lange darüber nachgedacht Hundekekse selber zu backen. Ilona hatte sich in der Vergangenheit schon an Hundeeis für den Sommer probiert (Hüttenkäse, Leberwurst und etwas Öl), welches sehr gut ankam und aufgenommen wurde.

Inspiriert durch einen Twitch-Livestream, indem in der Hundeszene beliebte,  handwerklich einwandfreie und ökologisch verträgliche Hundekekse vorgestellt wurden, keimte in uns erneut die Idee auf, unsere Hundekekse für den Hippsel selbst zu backen.

Nachdem ich heute morgen die Hundekeks-Idee gegenüber Ilona noch einmal thematisierte, hat sie gleich das Tablet gezückt und nach Rezepten recherchiert. Wir wurden sehr schnell fündig auf hund-als-haustier.de. Da unser Hund wie viele Hunde Getreide nicht gut verträgt, was uns auffiel als wir einmal supermarktübliches Hundefutter verfüttern mussten, ist es uns natürlich wichtig für Hundekekse kein Weizenmehl oder ähnliches zu verwenden. Wie wir erhofft hatten, wurden wir auf der Seite nicht enttäuscht: Kartoffelmehl, Reismehl, Kokosmehl und Maismehl wurden dort vorgeschlagen. Es gab dort auch einen Haufen Rezepte und Herstellungsverfahren: Ausstechplätzchen und Plätzchenteig für Silikon-Backmatten im Backofen oder Teigrezepte für das (Hunde-) Waffeleisen, aber auch Anleitungen zur Herstellung von Leckerchen im Dörrautomaten.
Da wir heute Zeit haben, wird Ilona gleich die Zutaten für das einfachste Ausstechplätzchen-Rezept einkaufen. Wenn sie wieder da ist, werden wir sogleich die Produktion unserer ersten eigenen Hippie-Hundeplätzchen starten. Ich bin gespannt!

Gegen 16 Uhr fangen wir an den Teig zu erstellen. 350g Kartoffelmehl, ein Ei und ein Gläschen mit 220 g Babynahrung werden flux von mir in eine Rührschüssel gegeben und mit einem Rührgerät von Ilona durchgeknetet. Fast vergaß ich: als besonderes Schmankerl, da uns der Teig doch sehr laff erscheint, geben wir noch einen Stritz Leberwurst für Hunde dazu und im Gegensatz zu Leberwurst für Menschen ist auch ordentlich Leber drin.. Handelsübliche Leberwurst darf sich nämlich als solche ab einem Leberanteil von nur 3% so nennen.

Auf die Arbeitsfläche streuen wir Mehl, damit der Teig nicht kleben bleibt, Ilona rollt ihn aus. Versucht es zumindest, da der ganze Teig nun an dem Nudelholz kleben bleibt.. Da fällt mir zum Glück wieder ein, dass meine Oma früher immer auch auf die Rolle Mehl verteilt hat, damit dies nicht passiert. Dies nachgeahmt geht es wirklich fix voran und der Teig ist bald ausgerollt. Wir haben erst einmal nur den halben Teig genommen und Ilona geht daran mit dem stilechten Ausstecher in Form eines Knochens, die ersten Kekse auszustechen: Form auf den Teig legen, eindrücken und kurz ruckeln, damit der Keks etwas freier liegt. Nach und nach werden die ersten Plätzchen auf das Blech mit Backpapier gelegt.

Für die zweite Rutsche nehme ich den restliche Teig dazu. Rolle eingemehlt und los. Bei mir wird der Teig etwas dicker (1 cm sind bei jedem anders), was noch Folgen haben wird. Der Teig ist etwas zu fest geraten, weswegen ich beim zusammenkneten der jeweils übriggebliebenen Teigreste keinen ganz glatten Klumpen mehr hinkriege. Nach dem 4ten Mal erneut verdichten und ausrollen ist Schluss. Das Blech ist gut gefüllt, in die kleinen Lücken legen wir die Teigreste. Die müssen ja nicht weggeschmissen werden.

Im Rezept steht 35 Minuten bei 160° backen lassen, was bei unserem Ofen und vor allem bei den dickeren Keksen 15 Minuten zu wenig ist.

Natürlich probieren wir die Hundekekse, bevor Hippie sie kriegt, ist ja nichts ekeliges drin. 

Sie schmecken soweit gut, wie leicht süßliche aber herzhafte Plätzchen, leider sind die dickeren aber nicht komplett hart durchgebacken, was ein wenig schade ist, sie schmecken aber trotzdem gut, was Hippsel eifrig bestätigt. 

Wir haben auf jeden Fall vor wieder Hundekekse zu backen, beim nächsten Mal würden wir ein anderes Rezept testen und schauen, dass der Teig etwas feuchter ist und alle Kekse gleich dick sind.

Abschließend möchte ich noch berichten, dass es eine schöne Erfahrung für mich war. Ich habe mich sehr an Plätzchen backen mit Oma erinnert gefühlt, wobei mir ganz warm ums Herz wurde. Ich mochte meine Oma sehr.

Es hat viel Spaß gebracht und wir werden das ganze bestimmt bald mit anderen Zutaten und anderem Rezept erneut versuchen.

Auf bald,

Kersten

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