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Reparatur der kaputten Couchlehne, Teil 1

Letzte Woche kümmerten wir uns um die kaputte rechte Lehne unserer Eckcouch. Es hatten sich nacheinander verschiedene Personen auf sie gesetzt und irgendwann war sie gebrochen, eingedrückt und ausgebeult, was nicht nur unschön aussah, sondern auch eine Gefahrenquelle barg.

Dazu muss angeführt werden, dass weder meine Frau noch ich Handwerker sind oder irgend eine Ahnung vom Polstern hätten. Dafür hatten wir Mut, Lust, etwas Werkzeug und Google.

Wir gingen davon aus, dass der Kasten, der der Lehne die Form geben soll beschädigt wurde. Wir wussten zwar noch nicht wie der Kasten in der Lehne aussah, aber wir überlegten schon einmal, ob wir ihn so lassen können wie er ist und vielleicht nur etwas drumherum oder in den Kasten hinein bauen, was stützt und die Form wiedergibt. Falls wir ihn komplett wiederherstellen oder neu bauen müßten, dachten wir, dass wir ihn über Eckwinkel verstärken würden: also Winkel mit 3 Seiten für dreidimensionale Ecken.

Erste Probleme gab es beim Auseinandernehmen der Couchteile. Zwar wussten wir, dass die Eckcouch aus zwei Teilen besteht, aber es dauerte etwas, bis wir herausfanden, wie sie auseinander gingen. Die größere Aufgabe war dann anschließend die Lehne abzunehmen. Die Lehne mit Schrauben befestigt. Die erste konnte man einigermaßen gut ertasten und auch sehen, wenn man vorne das Polster zur Seite schob beziehungsweise zwischen Lehne und Sitzfläche geschaut hat. 

Die zweite Schraube sah man dann relativ schnell hinten in der Ecke, man kam aber nur dran, wenn man die ausziehbare Liegefläche anhob. Die dritte Schraube kriegten wir gut raus, nachdem wir die Couch auf die Seite gestellt hatten. Als nächstes schraubten wir dann von der losen Lehne die Füße ab. Der Stoffbezug des Sofas ging nicht ganz um sie herum, sondern war unten mit einem einfachen Stoff zusammen an der Lehne festgetackert, die ca. 100 Tackernadeln waren relativ schnell entfernt. Mit einem Schlitzschraubendreher hoben wir sie an und mit einer Kombizange zogen wir sie ganz heraus.

Nachdem wir einen “Latz” unter der Lehne entfernten, sahen wir, dass der Stoff selber auch noch einmal mit um die 100 Tackernadeln am Kasten befestigt war. Der Stoff war auch an der Innenseite mit zwei “Lätzen” übertackert und nicht nur hier,  sondern auch darunter. Wir haben auf diesem Wege schätzungsweise 300 Tackernadeln entfernt…

Vor allem waren wir sehr froh darüber, dass wir den Stoff nicht auftrennen mussten. Dass wir dadurch die ganze Couch versauen, war unsere große Befürchtung. 

Als wir den mit Schaumstoff gefütterten Bezug, der glücklicherweise nicht zusätzlich geklebt war, abzogen, staunten wir nicht schlecht über das Innenleben der Lehne:

Der vermeintliche Holzkasten war eher ein Holzgestell aus Pressspan, der an der Aussenseite mit Pappe verblendet war; mit normaler, dünner Pappe, wie sie beispielsweise Malblock-Rücken stärkt. Die ehemals ziemlich teure Couch bot Überraschungen.. 

Man sah auch schnell, was das Problem war. Die 1,5 cm dicken Pressspan Bretter vorne waren gebrochen, was aufgrund des günstigen und nicht sehr stabilen Materials nicht verwunderte. Der hintere Teil des Gestells war unversehrt, so dass wir nur den vorderen Teil mit neuen Brettern aufbauen mussten.

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