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Reparatur der kaputten Couchlehne, Teil 2

Nachdem wir den Schaden nun sichten konnten, ging es daran zu überlegen, wie wir die Lehne am besten aufbauen konnten und dies mit möglichst wenig Aufwand und höherer Stabilität als vorher.

Wir fanden heraus, dass man sich in unserem Baumarkt Bretter millimetergenau zuschneiden lassen kann. Fix ausgemessen und bestellt, aber leider erst 4 Tage später fertig, wegen eines Defektes der Säge; dazu noch Winkel und zwei verschiedene Schraubenarten gekauft. Jetzt ‘nur’ noch zusammenbauen..

 

Wir haben extra – der Stabilität wegen – nicht nur zwei Bretter für die Lehne bestellt; also es so repariert, wie es vorher war; sondern noch zwei zusätzliche Stützbretter zuschneiden lassen. Davon musste eines etwas schmaler sein, damit es als neue Außenwand dienen kann, weil die alte Außenwand, die ja noch halb steht, unten mit Holzblöcken verstärkt ist. Leider mussten die Bretter vom Baumarkt aus mindestens 10 cm breit sein, sodass wir selber noch einen halben Zentimeter absägen mussten.

 

 

Von den zwei im Keller ‘gefundenen’ Handsägen war nur eine für das Bearbeiten des kleinen 0,5 cm x 3 cm auszusägenden Stück Holz geeignet und obwohl ein kurzzahniges 

Metallsägeblatt eingespannt war, reichte diese trotzdem aus.

 

Als nächstes wollten wir die neue Außenwand befestigen. Dafür hatten wir längere Schrauben und die Winkel. Leider packte es unser Akkuschrauber nicht, die Schraube überhaupt durch das erste 1,5 cm neue Buche-Multiplex-Brett zu treiben, so dass wir uns auf die Suche nach einem kräftigeren Gerät machen mussten. Wahrscheinlich war in meinem Keller noch ein Akkubohrer mit zumindest äußerlich mehr Power, was Ilona sofort herausfinden wollte. Zum Glück sind unsere Wohnungen nur 5 Autominuten voneinander entfernt.

 

Leider war auch der Bohrer zu schwach, was ich herausfand, nachdem ich ihn erstmal ca. 3 Stunden aufladen musste, weil er natürlich leer war.

 

Über drei Nachbarinnen erfuhren wir, dass die Nachbarin Andrea handwerklich wohl gut ausgestattet wäre, so dass ich sie nach einem Akkubohrer fragte. Da es mittlerweile schon wieder später Abend war, wollte ich am nächsten morgen den Bohrer abholen, den sie uns leihen wollte.

 

Als Andrea mir die Bohrmaschine überreichte und ich ihr das Problem schilderte, fragte sie, ob wir Spax-Schrauben hätten; diese wären super für Holzarbeiten, weil diese sich von selbst ins Holz zögen. Als ich dann Zuhause war und das ganze noch einmal mit ihren Schrauben und Bohrer probierte, gingen die Schrauben auf Anhieb ziemlich gut in de Bretter. Als ich dann noch einmal genauer auf unsere Schrauben schaute, sah ich, es waren Blechschrauben… … … unachtsame Anfängerprobleme!

 

Während meine Frau unterwegs war, fiel mir auf, dass wir die zwei Stützbretter falsch bemessen hatten, zwar fiel mir vorher schon auf, dass der “Kasten” konisch zulief; aber ich hatte übersehen, dass das Polster einen Teil des Brettes einnahm und das alte Brett dort ausgeschnitten war. So mussten auch noch die beiden Stützbretter um 3 cm schmaler geschnitten werden. Weitere Anfängerprobleme..

Zum Glück hatte ich in meinem Keller auch noch eine Stichsäge, die meine Frau dann auch mitbrachte.

 

Mein Frau und ich sägten die Bretter ziemlich zügig zurecht. Anschließend montierten wir das neue Stützgestell. Einige Winkel und Schrauben später stand das neue Gestell relativ problemlos. Da ja ca. die Hälfte der abgebrochenen Außenwand fehlte und wir ja nur die neue Wand dahinter geschraubt hatten, füllten wir die Lücke mit Kork, welcher eigentlich als Bodenpaltte dienen sollte, welches wir auch aus dem Baumarkt hatten. Zur Stabilität tackerten wir nach vorherigem Vorbild noch eine Pappe davor, die eigentlich ein Umzugskarton werden wollte.

Anschließend zogen wir dem Gestell seine ‚Kleidung‘ wieder an und tackerten anhand der alten Fotos möglichst ähnlich wieder zusammen. Nur die Lätzchen ließen wir weg. Die haben bestimmt ihren Nutzen, aber der erschloss sich uns nicht und wir wollten ja auch nur wieder eine funktionierende Lehne haben.

 

Die vermeintliche Hauptarbeit ging recht zügig von der Hand, so dass 30 Minuten später auch wieder alles verschraubt war.

 

Und die Couch letztendlich wieder in alter Pracht dastand. *freu*

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